„Frau Doktor, ich glaube, mein Körper funktioniert nicht mehr so wie früher."
Patricia setzte sich auf den Stuhl in der Praxis und legte die Hände auf ihre Knie. Eigentlich hatte sie das heute gar nicht ansprechen wollen. Aber nach drei online bestellten Geräten und drei stillen Enttäuschungen brauchte sie Antworten.
Dr. Lauren Whitfield, Gynäkologin mit Schwerpunkt auf intimem Wohlbefinden bei Frauen in der Lebensmitte, sah sie mit einem warmen, wissenden Lächeln an.
„Patricia, darf ich Sie etwas fragen? Wenn Sie ein solches Gerät kaufen — wie lange verbringen Sie damit, die Einstellungen zu verstehen, bevor Sie es tatsächlich genießen können?"
Patricia zuckte mit den Schultern. „Beim letzten Mal habe ich mehr Zeit mit Knöpfchendrücken verbracht als mit… irgendetwas Schönem. Am Ende habe ich das Ding einfach ausgeschaltet."
Dr. Whitfield nickte. „Genau das höre ich in dieser Praxis seit zwanzig Jahren. Und ich werde Ihnen jetzt etwas sagen, das Sie vielleicht überrascht."
Sie nahm einen Stift und zeichnete zwei Kreise auf ein Blatt Papier.
„Stellen Sie sich Ihren Körper wie ein Radio vor. Er empfängt auf zwei Frequenzen gleichzeitig — eine innere und eine äußere. Die meisten Geräte senden aber nur auf einer Frequenz. Das Ergebnis? Ein schwaches Signal. Sie drehen am Regler, wechseln von einem Modus zum nächsten, und irgendwann denken Sie: Das Radio muss kaputt sein. Aber das Radio ist nicht kaputt, Patricia. Es liegt am Sender — er trifft einfach nicht die richtigen Frequenzen."
Patricia spürte, wie sich etwas in ihrer Brust löste. „Also… liegt es nicht an mir?"
„Nein. Es liegt nicht an Ihnen. Es liegt am Design dessen, was Sie bisher benutzt haben. Was Sie wirklich brauchen, ist ein Gerät, das beide Zonen gleichzeitig stimuliert, synchron — und vor allem eines, das Sie anleitet, statt Sie raten zu lassen. Heute gibt es Geräte, die genau dafür entwickelt wurden. Mit fertigen Programmen, einer Positionierungshilfe und einer Bedienung, die so einfach ist, dass Sie keine Anleitung lesen müssen."
Patricia lächelte zum ersten Mal, seit sie die Praxis betreten hatte. „Sprechen Sie gerade von einem Gerät oder von einem Abendritual?"
„Von beidem, Patricia. Von genau beidem."